Pro Exotenhaltung
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Medien Fake statt Fakten

Medien aller Art haben leider die Eigenart eine Art natürliches, oder besser "weiches Framing" zu betreiben. Dass muss nicht mal böse Absicht sein. Es reicht dass eine Geschichte aus einer bestimmten Perspektive erzählt wird. 

Problematisch und man könnte sagen "hartes Framing" nennen, wird es, wenn Medien absichtlich nur eine Perspektive liefern und Fakten bewusst unterschlagen werden. Das gezielte Weglassen von wichtigen Informationen, verfälscht die Darstellung und damit den Meinungsbildungsprozess derart, dass diese Darstellung von nicht wenigen kritischen Bürgern dann als bewusste Lüge aufgefasst werden. Diese Entwicklung, die seit ein paar Jahren rasant zunimmt, hat mittlerweile zu einem dramatischen und starken Misstrauen der Bürger gegenüber Fernsehen und Printmedien geführt. Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn es sich dabei nicht um private Medien handelt, sondern um öffentlich Rechtliche, die vom Steuerzahler subventioniert sind (und dass mit nicht wenigen Mitteln). Diese unterliegen dem Rundfunkstaatsvertrag und haben daher die Aufgabe ein breites Spektrum an Meinung und Interessen abzubilden und eine besondere Verpflichtung journalistischer Mindeststandards gegenüber. Jede journalistische Ungenauigkeit oder grobe handwerkliche Mangelhaftigkeit, wiegt hier also besonders schwer. 

Leider ist es oft auch so, dass es sich bei bestimmten Behauptungen und leicht widerlegbare Vorurteile handelt. Auffällig oft wird nicht mit den Betroffenen gesprochen oder gar nicht erst der Versuch unternommen, ein ausgewogenes Bild darzustellen. 

So wird schnell jedes gefundene Reptil zu einem "ausgesetzten", obwohl auf jedes gefundene Reptil fast 300 Hunde und Katzen kommen. Reptilen werden immer als illegal dargestellt, sowohl in der Haltung, als auch im Handel, obwohl dass, leicht überprüfbar, nicht stimmt, da nachgezüchtete Tiere (92% aller Reptilien stammen aus Nachzuchten) mit Herkunftsnachweisen gehandelt und gehalten werden dürfen. Da passiert in Herne ein Einzelfall, eine giftige Schlange entkamt einem nicht zuverlässigen Halter und medial wird es dargestellt, als ob dies die Regel wäre (man ignoriert, dass solche Fälle alle 10 Jahre ein mal vorkommen, trotz zehntausendfacher Haltung) und nie spricht jemand mit einem der Fachverbände, denn auch Reptilienhalter sind z.B. im DGHT e.V. professionell organisiert. 



Man wird das Gefühl nicht los, dass bestimmte Darstellungen politisch gewollt sind oder sich Medien zumindest so wenig für ein Thema interessieren, dass sie es nicht für nötig halten, bei solchen Beiträgen professionell zu arbeiten. Offenbar hält man auch den Durchschnittshalter für eine nicht beachtenswerte Randgruppe (obwohl man davon ausgehen kann, dass wir mehrere hunderttausend sind, bzw. vermutlich eher eine Million, wenn man die Wirbellosenhalter und noch einige andere Exotenhalter dazu nimmt, die sich aktuell noch nicht als solche wahrnehmen). Die eigene Glaubwürdigkeit bleibt dabei leider auf der Stecke.


 
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