Pro Exotenhaltung
Weil der Mensch nur schützt, was er auch kennt...

Vorurteile

Das Vorurteile entstehen, ist grundsätzlich normal und liegt in der Natur des Menschen. Man spricht vom sog. "Minimalen Gruppenparadigma". Vereinfacht ausgedrückt wird die soziale Gruppe der man angehört immer höher bewertet und übervorteilt, als die Gruppe der man nicht angehört. Jemand der keine Haustiere hält, kann sich oft nicht Vorstellen, welche Bindung ein Halter zu seinem Pflegling eingeht und bei einem Reptil oder einer Vogelspinne mag dies in noch stärkerer Form der Fall sein. Dieser nicht-Tierhalter könnte also schnell annehmen, weil er diese Beziehung nicht nachvollziehen kann, kann sie ja gar nicht existieren. Möglicherweise hält jemand dieser Tiere nur aus selbst Geltungsdrang oder um sich zu profilieren. Schon haben wir eine handfestes Beispiel für ungerechtfertigte Vorurteile.

Wie gesagt, Vorurteile sind natürlich und entstehen zwangsläufig, doch muss es ja nicht dabei bleiben. Bloß weil ich etwas nicht nachvollziehen kann, muss es ja noch lange nicht wahr sein. Im Idealfall einer aufgeklärten, bürgerlichen Gesellschaft, kann der Bürger dass was er nicht versteht doch irgendwo tolerieren, da er eine liberale Grundhaltung hat. Frei nach dem Motto "so wenig verbieten wie möglich und nur soviel wie nötig".

Leider leben wir nicht in einer solchen idealen Gesellschaft, sondern in einer sehr oberflächlichen und geradezu populistischen. Medial verzerrte Darstellung gepaart mit Befeuerung von radikalen, ideologischen Gruppierungen, haben dazu geführt, dass natürliche Vorurteile sich massiv verschärfen. Der öffentliche Dialog existiert heute durch die Einseitigkeit der Medien kaum noch und selbst die öffentlich Rechtlichen kommen ihrem Rundfunkstaatsvertrag nicht mehr nach. Dieser beinhaltet immerhin ein vielstimmiges Themenbild und einen gewissen Bildungsauftrag. Es wäre also Aufgabe mit solchen Vorurteilen aufzuräumen und eine sachliche Debatte zu ermöglichen, doch dies ist praktisch nicht der Fall. Neuere Untersuchungen zeigen auch warum, denn knapp 90% des Nachwuchses in den öffentlich Rechtlichen stehen den Grünen nahe, die bekannter maßen aus ideologischen Gründen, die Haltung exotischer Haustiere ablehnen, bzw. gänzlich verbieten wollen.

Politiker anderer Parteien interessieren sich nicht wirklich für das Thema. Verbote sind eine sehr einfache Möglichkeit ein vermeidliches "Problem", ohne viel drüber nachzudenken vom Tisch zu bekommen und sich wieder anderen Themen zu widmen, z.B. dem nächsten Wahlkampf (offenbar interessiert Berufspolitiker nur noch dass - Top-Down-Denken und jeden Dialog mit dem Bürger vermeiden und sich um Himmelswillen nicht mit Kritikern auseinander setzten). Dazu komm heute ein gewisser Drang zum sog. "Greenwashing", also sich ökologisch korrekt und umweltfreundlich zu geben. In der Realität ist dies jedoch meist blanker Populismus, der die realen Umweltprobleme genauso wenig anpackt, geschweige denn löst, wie die gesellschaftlichen. Am Ende ist was verboten, alle fühlen sich ein Bisschen wohl (Umweltschutz als moralischer Ablasshandel), gelöst ist weder das Umweltproblem, noch das gesellschaftliche, aber der Politiker ist wieder im Amt. Bravo!

Das Resultat ist ein absolutes Chaos und massive Rechtsunsicherheit, da sich nicht selten Gesetze widersprechen oder nicht klar ist wer für was zuständig ist oder wie ein beschlossenes Gesetz finanziert werden soll. 

Dies alles hat leider dazu geführt, dass Reptilien- und andere Exotenhalter heute massiv unter Generalverdacht stehen, schön zusehen an den Verfahren die gegen Reptilienhalter eingeleitet werden und am Ende offenbar ungerechtfertigt waren.

Fast 2/3 der Verfahren wird eingestellt! Offenbar existiert ein massiver Generalverdacht den Exotenhaltern gegenüber ohne, dass dieser gerechtfertigt wäre. Und dieser Generalverdacht scheint über die Zeit stabil zu sein.









 
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